Schweiz 2020

Auf der Route 9 quer durch die Schweiz

Statt wie geplant ostwärts auf der Eurovelo 6 fahren wir in diesem Sommer quer durch die Schweiz. Da im Mittelland überfüllte Velowege zu erwarten sind, pedalen wir auf der Seen-Route (Route 9). Statt am Genfersee (Montreux) starten wir aber am Wohlensee (Frauenkappelen) und strampeln via Lac de la Gruyère nach Saanenmöser. Unser neues Zelt besteht bereits in der ersten Nacht den Regentest (nach der Hitze im letzten Jahr). Wir können es einige Male schütteln, ohne Innenzelt einpacken und am Abend praktisch trocken aufstellen.

Nachher brausen wir das Simmental hinunter zu Thuner- und Brienzersee. Wir erklimmen (via Hasliberg ;-)) den Brünig, fahren am Lungern- und am Sarnersee vorbei, pedalen via Vierwaldstättersee an den Zugersee und hinauf zum Ägerisee bei Morgarten. Über den Sattel und Rothenturm gelangen wir an den Sihlsee und via Egg an und über den Zürichsee (Seedamm). Um einen weiteren Hügel zu vermeiden, fahren wir dem wunderschönen Walensee entlang, um die Churfirsten herum, und dem Rhein entlang bis an den Bodensee, wo wir in Romanshorn den Zug nach Hause besteigen. Nach 8 Tagen, knapp 550 Kilometer und mehr als 6000 Höhenmeter erholen wir uns anschliessend zu Hause und geniessen die heissen Sommertage.

Lac de la Gruyère: Wir haben die Höhenmeter des 1. Tages unterschätzt und fahren somit trotz der Hitze nicht zum See hinunter.
Fast geschafft – der Campingplatz Haute Gruyère liegt nur noch wenige Kilometer entfernt.
Durch einen kühlen Wald fahren wir der Saane entlang stetig aufwärts. Der Wasserfall sieht in der Realität toll aus, das Licht war leider suboptimal.
Wir sind bereits in Rougemont – eine Glacé gibt es aber nicht, da hier in den Läden Maskenpflicht herrscht (Kanton VD).
Obwohl wir aus unserer Sicht nur das Minimum an Gepäck dabei haben, sind unsere Velos vollgepackt. Denn zum Minimum gehören bei uns auch Stühle und Küche inklusive neuer Wacaco-Espressomaschine….
Ob dies mal eine Brücke über das Fuchshaltegräbli war oder der Fluss normalerweise nur ein kleines Flüsschen ist, konnten wir nicht herausfinden. Zu zweit schafften wir es, die Velos darüber zu hieven.
Auf dem Veloweg durch das Simmental fahren wir mehrheitlich bergab.
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Die Simme führt nach der Gewitternacht viel Wasser.  
Die Wassermassen, die durch die Simmenporte bei Wimmis fliessen, sind enorm.
Die Aussicht vom Bahnhof Spiez ist grandios.
Der Weg führt uns direkt an den Giessbachfällen…
… und mit etwas Abstand am Reichenbachfall vorbei.
Nach dem Brünigpass geht es hinunter nach Lungern.
Nachdem wir Cordon bleu und Pommes frites im Restaurant genossen haben, lassen wir den Abend am Sarnersee ausklingen.
Wie bereits in Interlaken treffen wir auch in Luzern auf viele Touristen.
Wir fahren nun der Reuss entlang.
Nach unserem ersten (!) Platten flicken wir den Schlauch am Bahnhofsbrunnen in Einsiedeln und bestaunen anschliessend die Klosterkirche.
Über Egg fahren wir in Richtung Zürichsee.
Via Feusisberg flitzen wir an den See.
Wir radeln der Linth entlang an den Walensee.
Walensee statt Karibik…
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Hier führt auch der Veloweg durch den Tunnel!
Während der Znüni-Pause erfrischen wir uns im Walensee.
Wir fahren um die Churfirsten herum und vermeiden weitere Höhenmeter.
Zügig pedalen wir dem Rhein entlang und erreichen den Bodensee viel früher als erwartet.
Die Seen-Route endet in Rorschach.